Fragen zu bestimmten Modellen

Bei meinem Dual Reverb Amp funktioniert der Hall irgendwie nicht. Ist da etwas kaputt?

Vermutlich nicht. Dieser Fehler tritt vornehmlich dann auf, wenn anstatt des Doppelfußschalters ein einfacher Fußschalter (mit Mono-Klinkenstecker) verwendet wird. Probiere einmal, ob der Hall ohne angeschlossenen Fußschalter funktioniert. Ist dies auch nicht der Fall, so ist Dein Verstärker vermutlich defekt (ist vielleicht die Zuleitung zur Hallspirale abgerissen?). Benutzt Du den richtigen Fußschalter (ohne LEDs), und dieser schaltet den Hall nicht, so ist der Fußschalter oder sein Anschlußkabel defekt.&nb

Mein SE100 hat laut Bedienungsanleitung eine Impedanz von 8 Ohm. Wenn ich nun aber an meinem Amp nicht nur das SE100, sondern auch noch am SE100 eine zusätzliche Box anschließe, wie muss ich dann die Impedanz am Amp einstellen?

Die Impedanz Deines Amps stellst Du bei Verwendung Deines SE100 (anstatt einer Box) immer auf 8 Ohm. Damit ist die Impedanz des Amps stets optimal abgeschlossen - und zwar unabhängig davon, welche Impedanz die verwendete Box hat. Mit anderen Worten: Es ist in diesem Fall egal, welche Impedanz die Box hat - was zählt ist die Anschlussimpedanz des SE100.

Wie das geht? Ganz einfach: Die am SE100 angeschlossene Box wird intern mittels eines zusätzlichen Übertragers entkoppelt. Die Endstufe Deines Verstärkers kann also keinerlei Schaden nehmen. 

Wie kann ich die Fußschaltfunktionen des AFD100 mittels einem Midiswitcher oder einem Fußschalter ohne LED anwählen?

Der Fußschalter des AFD100 steuert eine Regelelektronik mittels eines spannungsgetriggerten Puls-Signals an. Auf diese Weise können oxidationsbedingte Kontaktschwierigkeiten an Schaltkontakten nicht zu Fehlfunktionen führen. Wird allerdings ein Fußschalter ohne LED oder ein Midiswitcher angeschlossen, so wertet die Regelelektronik des Amps das aus, als wäre gar kein Fußschalter vorhanden...

Um die Regelelektronik des Amps zu "überlisten" können zwei Widerstände mit jeweils 2,2 kOhm (von Ring an Masse und von Tip an Masse) in den Stereostecker integriert werden, mit dem der Switcher angeschlossen wir

Bei meinem JCM900 / 30Th Anniversary Röhrenverstärker finde ich neben der normalen Impedanzangabe an den Lautsprecherbuchsen noch einen in Klammern angegebenen Wert. Also z.B.: 8 Ohm / 4 Ohm (16 Ohm). Was hat diese Angabe zu bedeuten?

Das bedeutet, dass der betreffende Verstärker on Originalverdrahtung in einer Schalterposition die 8 Ohm Wicklung und in der anderen Schalterposition die 4 Ohm Wicklung des Ausgangsübertragers bereithält. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, das Gerät auf die in der Klammer angegebene Impedanz umzuverdrahten. Will man also den Amp aus dem obigen Beispiel an 16 Ohm betreiben, so muß dazu der Verstärker von einem Techniker umgebaut werden (dazu sind intern nur wenige Steckverbinder anders zu verdrahten).

In Jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Anschlußimpedanz des Verstärkers der Gesamtimpedanz der verwendeten Boxen entspricht. Bei Verwendung einer 8 Ohm Box wird also auf 8 Ohm geschaltet, bei einer 4 Ohm Box auf 4 Ohm und bei einer 16 Ohm Box (im angegebenen Beispiel) umverdrahtet und auf die Klammer (16 Ohm) geschaltet.

Hinweis: Damit auch solche Verstärker ohne Umverdrahtung an den typischen Marshall 4 x 12" Cabinets betrieben werden konnten, wurde seinerzeit das aktuelle Anschlußfeld für die 1960 Cabinets (mit Umschaltmöglichkeit von 16 auf 4 Ohm) eingeführt.

Kann ich den ED1 Kompressor auch für Mikrofon (Gesang) einsetzen?

Es ist problemlos möglich, den ED1 dafür einzusetzen, auch wenn das Gerät ja eigentlich für Gitarre und Bass entwickelt wurde. Dank des breiten Frequenzbandes, welche der ED1 bearbeitet, liefert "Edward The Compressor" ausgezeichnete Ergebisse ab. Dies haben wir mehrfach erfolgreich getestet und nutzen das Pedal auch so in der Praxis.

Selbstverständlich erfolgt die Signalführung zum Mischpult dabei unsymmetrisch - es sollte also nur gute, sauber abgeschirmte Kabel für die Signallleitung verwendet werden. 

Mein Class5 Combo macht manchmal "rappelnde" oder "dröhnende" Nebengeräusche bzw. überträgt bei bestimmten Tönen Resonnanzen, die da nicht hingehören. Dies ist vornehmlich bei sehr lauten Einstellungen der Fall. Was kann ich tun?

Die ersten Class5 Combos wurden mit einer einteiligen, hölzernen Geräterückwand ausgeliefert, welche sich im Einzelfall nachteilig auf das Resonanzverhalten auswirken kann. Dieses Problem ist seitens der Firma Marshall innerhalb kurzer Zeit durch eine Neukonstruktion der Rückwand behoben worden - und tritt bei den aktuellen Geräten (mit Lochblechgitter) nicht mehr auf. Sollte Dein Combo davon betroffen sein, so wende Dich bitte mit Gitarre und Verstärker an Deinen Händler, damit die Rückwand des Amps ausgetauscht - oder ggf. andere Ursachen des Nebengeräusches eleminiert werden können.&nb

Mein Verstärker aus der MA-Serie macht im Overdrivekanal kaum Verzerrung, obwohl ich das gain voll aufgedreht habe. Was ist da los?

Vermutlich ist der "Crunch Balance" Regler zu weit zugedreht. Dieser regelt gleichzeitig das Gain und das Volumen für den (nicht geboosteten) Overdrive Kanal - und greift daher sehr drastisch in den Grundsound des Overdrive ein. Erst wenn auch "Crunch Balance" voll aufgedreht ist, steht das maximale Gain für den Overdrive-Kanal zur Verfügung. Drehe diesen Regler daher nur so weit zu, wie Du es wirklich brachst, um den Lautstärkeunterschied zwischen Boost- und Overdrivesound einzupegeln. 

Wie kann beim JMD:1 Fußschalter zwischen "Switch Store" und "Preset Store" umschalten?

Halte beim Einstecken des Kabels in den PEDL90048 Fußschalter die Taste mit der Beschriftung "Mode Change" gedrückt. Dabei wird jeweils der andere Modus angewählt. Dazu muß natürlich der JMD:1 am anderen Ende des Fußschalters angeschlossen und eingeschaltet sein.

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