Lexikon

Abstimmung
Definition:

Der englische Begriff „Voicing“ wird im Zusammenhang mit Verstärkern nicht etwa für die verschiedenen harmonischen Umsetzungen von Akkkorden benutzt, sondern im Sinne von „Abstimmung“, also verschiedenen umschaltbaren Klangcharakteren.

Solche Voicings werden vornehmlich durch spezielle Vor- oder Nachfilterschaltungen erzeugt, zwischen denen der User entsprechend auswählen kann. Ziel ist es dabei, für verschiedenste Stilistiken die treffenden Sounds bereitzustellen.

Einige Bassverstärker von Marshall sind mit einer Voicing-Regelung ausgestattet, die eine weiterentwickelte Mittenregelung darstellt. Diese Regelung wird dabei teilweise durch einen Voice Shift-Schalter ergänzt, der mehrere Centerfrequenzen für den Voicing-Regler anbietet und so die Vielfalt an Grundsounds erhöht. Grundsätzlich stellt eine solche Anordnung einen semiparametrischen Equalizer mit mehreren festen Centerfrequenzen dar, bei dem die optimale Bandbreite für jede Reglerposition gewährleistet ist. Die Vorteile eines solchen EQs liegen in den vielfältigen Grundsounds bei einfacher Bedienung.

Accutronics
Definition:

Accutronics ist ein Qualitätshersteller von Federhallsystemen und mitverantwortlich für die berühmten amerikanischen Reverbsounds.

Die Firma hat ihren Stammsitz in Cary, Illinois/USA und firmiert heute unter dem Namen „Sound Enhancements Inc.“

Acoustic Combo
Definition:

Beim Combo bzw. Comboverstärker sind die Lautsprecher in das Verstärkergehäuse integriert. Der Begriff ist von seiner ursprünglichen Verwendung in kleinen Bands abgeleitet.

Comboverstärker sind leicht transportabel und sparen die Verkabelung der Lautsprecher vor dem Gig. Ein Combo ist deutlich leichter als ein Halfstack oder eine ähnliche Anlage. Die Nachteile von Combos sind weniger Klangvolumen und geringerer Schalldruck, vor allem bei High-Gain-Sounds.

Neben den typischen E-Gitarrencombos ist gerade im Bühnenbetrieb der Acoustic Combo populär, der im Vergleich zum Anschluss einer Akustikgitarre an das Mischpult enorme Vorteile im Monitoring bietet.

Acoustic Simulator
Definition:

Mit dem Marshall Acoustic Simulator kann eine E-Gitarre wie eine „Akustische“ klingen. Dieses Feature ist besonders im Livebetrieb sehr praktisch, da der Gitarrenwechsel von E- auf Akustikgitarre entfällt. Wichtig für authentischen Akustiksound ist die Wahl des "richtigen" Pickups an der Gitarre, dessen Klangcharateristik prägt das Ergebnis ganz erheblich mit.

Auch für Gitarren mit Piezo-Tonabnehmern ist der Acoustic Simulator sinnvoll: Die Simulation unterstützt den Klang des akustischen Pickups besonders effektiv. So lässt sich schon mal eine Westerngitarre über einen E-Gitarrenverstärker authentisch wiedergeben. Bei hohen Bühnenlautstärken macht diesen Job aber ein vollwertiger Acousticverstärker natürlich besser.

Adjust

Das englische Wort „adjust“ (auf deutsch: „einstellen“, „regulieren“) dient bei Marshall als Bezeichnung für multifunktionale Regler.

Mit den „Adjust“-Reglern des AVT150 wird der Hauptparameter des aktiven Effektprogramms eingestellt, also das Decay für Reverb, die Delayzeit für das Echo, die Wiederholungsrate für Chorus und Flanger sowie das Tempo für den Modulationseffekt.

Die „Preset/Adjust“-Regler in der MG-Serie verändern nicht nur den Hauptparameter des Effektes, sie dienen auch der Auswahl des jeweiligen Effektprogrammes.

Die Bedienoberfläche des Verstärkers bleibt somit übersichtlich und auf alle Effektsounds kann intuitiv zugegriffen werden.

AlNiCo
Definition:

Mit Alnico wird eine Legierung bezeichnet, die erstmalig in den 30er Jahren zur Herstellung von Tonabnehmer- und Lautsprechermagneten verwendet wurde. Diese Legierung aus Aluminium, Nickel und Kobalt stellte den Durchbruch für industriell nutzbare Magneten dar. Alnico-Magnete zeichnen sich durch hohe Temperaturbeständigkeit aus. Mit Hartferriten oder modernen Magnetmaterialien kann ihre magnetische Stabilität jedoch nicht mithalten, sie verlieren durch Erschütterung recht leicht ihre magnetischen Eigenschaften. Deshalb ist gerade bei gebrauchten Cabinets mit Alnico-Magneten an den Speakern durchaus mit hörbaren Schalldruckverlusten zu rechnen.

Dennoch erfreuen sich Alnico-Magneten sowohl bei Tonabnehmern als auch bei Speakern aufgrund der speziellen Auswirkungen auf den Sound großer Beliebtheit!

Alnicos werden durch Gießen oder Sintern hergestellt. Die Legierung Alnico 5 wird am häufigsten verwendet und besteht aus acht Teilen Aluminium, vierzehn Teilen Nickel, zwanzig Teilen Kobalt und drei Teilen Kupfer. Den Rest der Masse macht Eisen aus. Andere Legierungen sind Alnico 2, Alnico 4 und Alnico 8. Jede der Legierungen verfügt über eine andere Flussdichte und liefert deshalb unterschiedliche Sound-Charakteristika.

Alnico-Magnete
Definition:

Mit Alnico wird eine Legierung bezeichnet, die erstmalig in den 30er Jahren zur Herstellung von Tonabnehmer- und Lautsprechermagneten verwendet wurde. Diese Legierung aus Aluminium, Nickel und Kobalt stellte den Durchbruch für industriell nutzbare Magneten dar. Alnico-Magnete zeichnen sich durch hohe Temperaturbeständigkeit aus. Mit Hartferriten oder modernen Magnetmaterialien kann ihre magnetische Stabilität jedoch nicht mithalten, sie verlieren durch Erschütterung recht leicht ihre magnetischen Eigenschaften. Deshalb ist gerade bei gebrauchten Cabinets mit Alnico-Magneten an den Speakern durchaus mit hörbaren Schalldruckverlusten zu rechnen.

Dennoch erfreuen sich Alnico-Magneten sowohl bei Tonabnehmern als auch bei Speakern aufgrund der speziellen Auswirkungen auf den Sound großer Beliebtheit!

Alnicos werden durch Gießen oder Sintern hergestellt. Die Legierung Alnico 5 wird am häufigsten verwendet und besteht aus acht Teilen Aluminium, vierzehn Teilen Nickel, zwanzig Teilen Kobalt und drei Teilen Kupfer. Den Rest der Masse macht Eisen aus. Andere Legierungen sind Alnico 2, Alnico 4 und Alnico 8. Jede der Legierungen verfügt über eine andere Flussdichte und liefert deshalb unterschiedliche Sound-Charakteristika.

Amp
Definition:

englisch für „Verstärker“

Gemeint sind hier Instrumentalverstärker, die nicht nur das Signal des Instrumentes lauter machen: Vielmehr werden gute Amps durch ausgeprägte Klangeigenschaften ein Teil des Instrumentes, da sie ganz entscheidend zum Klangbild beitragen. Bei Akustikverstärkern wird zwar ein vergleichsweise lineares Wiedergabeverhalten angestrebt, doch sie unterscheiden sich durch spezielle Funktionen (z.B. im Bereich Feedbackunterdrückung) nachhaltig von herkömmlichen Verstärkern, wie man sie etwa im Hifi-Bereich findet.

Instrumentalverstäker werden in den Bauformen Combo oder Topteil angeboten.

Amplifier
Definition:

englisch für „Verstärker“

Gemeint sind hier Instrumentalverstärker, die nicht nur das Signal des Instrumentes lauter machen: Vielmehr werden gute Amps durch ausgeprägte Klangeigenschaften ein Teil des Instrumentes, da sie ganz entscheidend zum Klangbild beitragen. Bei Akustikverstärkern wird zwar ein vergleichsweise lineares Wiedergabeverhalten angestrebt, doch sie unterscheiden sich durch spezielle Funktionen (z.B. im Bereich Feedbackunterdrückung) nachhaltig von herkömmlichen Verstärkern, wie man sie etwa im Hifi-Bereich findet.

Instrumentalverstäker werden in den Bauformen Combo oder Topteil angeboten.

Analog
Definition:

Mit „analog“ wird die wert- und zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen bezeichnet, z.B. Eingangs- zu Ausgangsspannung.

Die analoge Signalbearbeitung hat auch im Zeitalter der Digitaltechnik dank ihres natürlichen und für das menschliche Ohr angenehm warmen Klangcharkters nicht an Stellenwert verloren. Mit vielen Digitalgeräten versucht man, den Charakter von analogen Klangerzeugern und Effekten zu erreichen.

Marshalls EH-1 Delaypedal hält deshalb neben einigen digitalen Echovarianten auch ein „Analogue Delay“ bereit. Die Echos werden dabei von Filtern geformt und erzeugen die typischen, feinzeichnenden Obertöne ganz in Stil der alten Analogdelays.

Analogue
Definition:

Mit „analog“ wird die wert- und zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen bezeichnet, z.B. Eingangs- zu Ausgangsspannung.

Die analoge Signalbearbeitung hat auch im Zeitalter der Digitaltechnik dank ihres natürlichen und für das menschliche Ohr angenehm warmen Klangcharkters nicht an Stellenwert verloren. Mit vielen Digitalgeräten versucht man, den Charakter von analogen Klangerzeugern und Effekten zu erreichen.

Marshalls EH-1 Delaypedal hält deshalb neben einigen digitalen Echovarianten auch ein „Analogue Delay“ bereit. Die Echos werden dabei von Filtern geformt und erzeugen die typischen, feinzeichnenden Obertöne ganz in Stil der alten Analogdelays.

Analogue Delay

Mit „analog“ wird die wert- und zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen bezeichnet, z.B. Eingangs- zu Ausgangsspannung.

Die analoge Signalbearbeitung hat auch im Zeitalter der Digitaltechnik dank ihres natürlichen und für das menschliche Ohr angenehm warmen Klangcharkters nicht an Stellenwert verloren. Mit vielen Digitalgeräten versucht man, den Charakter von analogen Klangerzeugern und Effekten zu erreichen.

Marshalls EH-1 Delaypedal hält deshalb neben einigen digitalen Echovarianten auch ein „Analogue Delay“ bereit. Die Echos werden dabei von Filtern geformt und erzeugen die typischen, feinzeichnenden Obertöne ganz in Stil der alten Analogdelays.

Anode
Definition:

In Röhrenverstärkern werden verschiedene Röhrentypen verwendet, die sich durch ihre Funktion sowie Anzahl und Anordnung der Elektroden unterscheiden:

Diode

Bei der Röhrendiode sind nur die minimal erforderlichen Elektroden Anode (positiver Pol) und Kathode (negativer Pol) vorhanden. In der Nähe der Kathode befindet sich eine Glühwendel, die diese zum Glühen bringt. Bei manchen Röhren dient die Glühwendel zugleich als Kathode. Durch Glühemission werden dabei Elektronen freigesetzt, die durch Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen Kathode und Anode durch das elektrische Feld zur Anode hin beschleunigt und von dieser aufgefangen werden. Die GZ34 ist eine Doppeldiode, also zwei Dioden in einer Röhre. Mit ihr wurde in historischen Marshalls die Zweiwege-Gleichrichtung in den Netzteilen umgesetzt.

Triode

Die Triode besteht aus einer Diode mit einer zusätzlichen Elektrode, dem Steuergitter. An diesem liegt eine negative Spannung an, mit dem sich der Elektronenfluß zwischen Kathode und Anode steuern lässt. Da das Gitter nahe an der Kathode liegt, erzeugen schon kleine Änderungen der Gitterspannung große Stromschwankungen zwischen Anode und Kathode. Dieser Effekt wird für die Signalverstärkung genutzt. Trioden werden aufgrund des relativ geringen Verstärkungsfaktors hauptsächlich in Vorstufen eingesetzt. Bei den meisten Marshall-Verstärkern werden dafür die Doppel-Triodentypen ECC83, ECC82 und ECC81 verwendet.

Tetrode

Die Tetrode hat vier Elektroden. Sie weist ein weiteres Gitter, das Schirmgitter, auf, das eine deutlich höhere Verstärkung ermöglicht. Tetroden werden meist in der Hochfrequenztechnik verwendet, bei Instrumentalverstärkern sind sie kaum anzutreffen, da ihre Kennliniencharakteristik selbst bei großem Abstand zwischen Anode und Schirmgitter nicht optimal verläuft.
Sogenannte Beam-Power-Tetroden (z.B. die 6L6, KT88, KT66) sind genauer betrachtet Pentoden, bei denen statt des üblichen Bremsgitters Elektronenstrahl-Leitbleche verwendet werden, die einfacher zu produzieren sind.

Pentode

Bei der Pentode mit den fünf Elektroden handelt es sich um eine Tetrode mit einem  weiteren Gitter zwischen Anode und Schirmgitter, dem Bremsgitter. Dieses zusätzliche Gitter ist sehr weitmaschig und beeinflußt den von der Kathode kommenden Elektronenstrom nur unwesentlich, lenkt aber den Großteil der Sekundärelektronen zurück in Richtung Anode, wodurch ihre Kennlinie geradliniger verläuft als die der Tetrode. Der höhere Verstärkungsfaktor dieses Röhrentyps geht mit einem etwas höheren Rauschanteil einher, da der Elektrodenfluss wegen der höheren Gitterzahl ungleichmäßiger vonstatten geht. Bei Marshall werden Pentoden ausschließlich in Endstufen verwendet, und zwar mit den Typen EL34 und EL84.
Eine Sonderform der Pentode ist die „Beam-Power-Tetrode“ (siehe „Tetrode“). Selbsverständlich gibt es weitaus mehr Röhrentypen, als hier aufgeführt wurden. Die hier genannten Röhrentypen sind für Instrumentalverstärker relevant.

Anschlussimpedanz
Definition:

Die Anschlussimpedanz oder Impedanz wird in unserem Kontext als Anpassungswert für verschiedene Komponenten einer Gitarrenanlage verwendet. Die Hintergründe sind recht komplex, daher wird zur Vereinfachung lediglich die ohmsche Last (der Wirkwiderstand) betrachtet. Die Einheit für die Impedanz ist „Ohm“.

Für alle Interessierten hier die physikalische Begriffsdefinition: Die Impedanz Z ist der (komplexe) Quotient aus der Wechselspannung U und der Wechselstromstärke I. U/I ist die bekannte Formel für den elektrischen (Gleichstrom-)Widerstand. Bei Wechselspannung (oder auch einem Tonsignal) kommen noch weitere Faktoren hinzu:

Der Betrag der Impedanz wird auch „Scheinwiderstand“ genannt, ihr Realteil ist dabei der Wirkwiderstand (ohmscher Widerstand), der sogenannte Imaginärteil der Blindwiderstand. Der Blindwiderstand wird so bezeichnet, weil dieser Anteil keine elektrische Leistung verbraucht. Bei der Klangformung spielt der Blindwiderstand jedoch eine entscheidende Rolle.

Arbeitspunkt
Definition:

Kaum ein Begriff wird in der Musikersprache so häufig falsch verwendet wie „Class A“. Durch die scheinbare Verwandschaft zum deutschen Attribut „erstklassig“ wird der Begriff gern als Qualitätskriterium herangezogen, obwohl etwas völlig anderes gemeint ist.

Mit Class A wird die Betriebsart eines Leistungsverstärkers (z.B. einer Endstufe) beschrieben, unabhängig davon, ob der Verstärker mit Röhren oder mit Transistoren arbeitet. Röhren und Transistoren heben das verstärkte Signal nicht vollständig proportional an, sie arbeiten also nicht vollkommen linear. Vielmehr hat jedes Bauteil eine eigene Charakteristik, die sich in einer Kennlinie darstellen lässt. Einige Abschnitte dieser Kennlinie sind weitgehend linear, in anderen kommt es zu deutlich geringerem Verstärkungsfaktor oder auch zu Verzerrungen.

Der Arbeitspunkt des Bauteils legt fest, in welchem Bereich dieser Kennlinie das Bauteil eingesetzt wird. Wo dieser Arbeitspunkt genau auf der Kennlinie liegt, wird durch die Beschaltung der Bauteile bestimmt.

Ein „Eintakt-Verstärker“ arbeitet mit einer Class A-Schaltung. Hier liegt der Arbeitspunkt etwa in der Mitte des linearen Abschnitts der Kennlinie, weshalb diese Stufe einen hohen, nicht von der Aussteuerung abhängigen Ruhestrom und einen geringen Wirkungsgrad hat. Der theoretisch erreichbare Wirkungsgrad liegt bei 50 Prozent, der weit überwiegende Teil der elektrischen Energie wird in Wärme umgesetzt. Der hochgelobte Class A-Verstärker ist also ein echter Verschwender.

Im Vergleich zu Gegentaktendstufen, die bei Instrumentalverstärkern weit mehr verbreitet sind, ist die erreichbare Verstärkung geringer, es kommt aber auch früher zu harmonischen Verzerrungen. Der Sound von Gegentaktverstärker in der Sättigung ist im Vergleich dazu deutlich dreckiger. Wer auf Jazz oder moderaten Blues steht, ist mit einem Class A-Verstärker bestens bedient.

asymetrisch
Definition:

Bei asymmetrischer oder unsymmetrischer Signalübertragung wird das Signal über eine einzige Leitung geführt und die Abschirmung als Bezugspotential genutzt. Zum Beispiel gelangt auf diese Weise das Gitarrensignal über das Gitarrenkabel zum Verstärker.

Diese Art der Übertragung ist im Vergleich zur symmetrischen Leitung besonders bei langen Kabeln recht anfällig für Störsignale und Einstreuungen. Die symmetrische Leitungsführung, wie man sie von XLR-Mikrofonanschlüssen kennt, gilt bei Audiospezialisten als qualitativ besser, wird aber in der Regel nicht zur Übertragung von Gitarrensignalen genutzt, da hier die Signalpegel meist groß genug und damit relativ unempfindlich gegen Einstreuungen sind.

Zur Vermeidung von Einstreuungen ist eine hochwertige Abschirmung der Kabel weit wichtiger als die Art der Leitungsführung.

Attack
Definition:

Der Attack Parameter eines Kompressor Effektes bestimmt die Zeit zwischen Anschlag und Einsetzen der Kompression. Stellst Du hier ein Minimum ein, so erhältst Du einen runderen, weicheren Tone. Beim Aufdrehen wird der Sound schärfer und metallischer, ideal für funkige Spielweise.

Attenuator
Definition:

Ein Lastwiderstand (engl. power soak, attenuator) wird zur Leistungsreduzierung von Röhrenendstufen benutzt. Dabei läuft die Endstufe unter voller Last, so dass die Röhren auch bei kleiner Lautstärke ein sattes, warmes Übersteuerungsverhalten liefern. Im Livebetrieb kann die Lautstärke der Örtlichkeit angepasst werden und im Studio kann sogar ganz ohne hörbares Lautsprechersignal gearbeitet werden, während das authentische Ampsignal für das Mischpult zur Verfügung steht.

Bei den anspruchsvollen Power-Soaks von Marshall (Power Brake und SE100) handelt es sich keineswegs um einfache ohmsche Widerstände. Ein solcher würde zwar auch die Röhrenendstufe schützen, weil er ja die Lautsprecherbox ersetzt, aber sich klanglich nicht annähernd wie ein Lautsprecher verhalten. Beim SE100 sorgt eine aufwändiges Netzwerk von induktiven und kapazitiven Lasten für authentischen Impedanzverlauf, beim PB100 besteht die technische Lösung in einem Step-Down-Transformator, dessen Wicklung mit einer Charakteristik filtert, die der Spule eines Lautsprechers sehr nahe kommt.

Ausgangsübertrager
Definition:

Der Ausgangsübertrager ist eines der Bauteile einer Röhrenendstufe, die einen ganz entscheidenden Einfluß auf den Sound und die Durchschlagskraft des Verstärkers und auf seinen Preis haben.

Im Prinzip ist der Ausgangsübertrager ein den Endröhren nachgeschalteter Transformator, der die Endstufenschaltung der Lastimpedanz anpasst. So haben viel Marshall Übertrager mehrere Wicklungen, welche eine Auswahl verschiedener Lautsprecherimpedanzen bereitstellen. Übliche Lastimpedanzen bei Gitarrenverstärkern sind z. B. 16, 8 und 4 Ohm.

Es ist bekannt, dass ein Betrieb von Röhrenverstärkern (Endstufen) ohne angeschlossene Lautsprecher (bzw. bei einer Unterbrechung im Lautsprecherkabel - z. B. durch Wackelkontakt) zu einem Defekt des Amps führen können. Neben den Endstufenröhren ist in solchen Fällen der Ausgangsübertrager besonders gefährdet - und dieser kann dann richtig teuer werden.

AVT
Definition:

Advanced Valvestate Technology, oder AVT abgekürzt, weist auf den großen Schritt in der Entwicklung von Hybrid-Verstärkern hin, der mit der Valvestate 2000 (VS2000) Serie zum ersten mal gelungen ist.
Diese ist aus der originalen und vielgelobten Valvestate-Serie hervorgegangen, aber mit neuer Technik so weit verbessert worden, dass das Spielgefühl und Ansprechverhalten der klassischen Vollröhren-Marshalls in der Endstufe noch sehr viel besser reproduziert wird... ganz ohne die Verwendung von Endstufenröhren.

Doch nicht nur die Endstufe hat die VS2000 Serie so signifikant verbessert. Viel Liebe zum Sounddetail und noch viele intensive Entwicklungsstunden mehr wurden in die Verbesserung der Vorstufenschaltung investiert. Als Resultat ermöglicht jeder Kanal Deines AVT in Verbindung mit der ECC83 (12AX7) Vorstufenröhre die denkbar grössten Soundmöglichkeiten und eine enorme klangliche Vielfalt, die den Marshallsound der neuesten Generation bereichert.

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