Lexikon

PA
Definition:

Der englische Begriff PA ist eine Abkürzung für Public Adress (System). Mit PA wird die Beschallungsanlage für Publikumsveranstaltungen z. B. in Hallen oder Stadien bezeichnet.

Parameter
Definition:

In der Verstärkertechnik bezeichnet der Begriff eine unter mehreren physikalischen Stellgrößen, die Auswirkung auf den Klang haben. Die entsprechenden Variablen sind dabei das Gain, die Lautstärke oder auch bestimmte Einstellungen an Gitarren, Klangregelung und Effektgeräten.

Die Wahl der veränderlichen Parameter (Variablen) und die Art, in der sie durch den Anwender verändert werden können, ist ein wesentlicher Teil des Ampdesigns. Je mehr Parameter an einem Verstärker veränderlich sind, desto flexibler ist das Gerät, umso wahrscheinlicher ist aber auch Fehlbedienung und ein Verlust der Dynamik im Sound.

Parametrik
Definition:

Mit einem parametrischen Equalizer können für ein oder mehrere Frequenzbänder die Mittenfrequenz, Amplitudenänderung und die Filtergüte (entspricht der Bandbreite) eingestellt werden. Sind alle drei Regelmöglichkeiten (pro Filter) vorhanden, so spricht man auch von einer Vollparametrik im Gegensatz zur Semiparametrik, bei der der Regler für die Bandbreite wegfällt.

Vollparametrische Equalizer findet man vor allem in Mischpulten und Effektgeräten, da der Umgang damit nicht gerade trivial ist und ein "gut geschultes Ohr" erfordert. Semiparametrische EQ´s sind deutlich einfacher zu bedienen und deshalb für Instrumentalverstärker (insbesondere im Bassbereich) recht weit verbreitet.

Ein, bei Marshall recht häufig vorkommender, Spezialfall sind semiparametrische EQs, bei denen die Centerfrequenz und die Amplitude geregelt werden können, während die Bandbreite des Filters sich je nach Einstellung der Amplitude automatisch mitverändert. Dies macht den Filter noch passender für die entsprechende Anwendung und verhindert unerwünschte Fehleinstellungen des EQs.

parts
Definition:

Diese englischen Begriffe für "Ersatzteile" finden häufig im Sprachgebrauch von Musikern Verwendung.

Peripherie
Definition:

Der englische Begriff „external“ steht in unserem Kontext für externe Geräte, die mit einem Verstärker verschaltet werden.

Bei der Beschreibung von Anschlüssen sind externe Geräte gemeint, z.B. die externe Zusatzbox eines Combos, zusätzliche Effektgeräte, weitere Signalquellen etc.

Phantonspeisung
Definition:

Umschreibung für die Spannungsversorgung, die zum Betrieb von Kondensatormikrofonen bzw. aktiven DI-Boxen notwendig ist, da sie die internen Verstärkerschaltkreise mit Strom versorgt und damit den Einsatz von Batterien überflüssig macht. Achtung: Spannung beachten: Meistens + 48V je nach Verwendung sind aber auch kleinere Spannungen üblich.

Phase
Definition:

Der Begriff "Phase" beschreibt die Beziehung zwischen zwei Signalen - genauer gesagt die zeitliche Verschiebung (Phasenlage) ihrer Nulldurchgänge und Maxima. Die Einheit der Phase ist das Grad (°), da die Kreiswinkelfunktionen der Sinusschwingung als Grundlage für die Phasenbetrachtung dienen.

Phasentreue Signale verstärken einander, gegenphasige Signale löschen sich aus - das bedeutet, dass bei einer Phasenverschiebung um 180° zweier ansonsten exakt gleicher Signale eine 100%ige Auslöschung erfolgt, sobald diese wieder "gemischt" (also z. B. in einem Raum wiedergegeben werden) werden.

Doch auch weniger drastische Phasenverschiebungen haben Auslöschungen zur Folge, welche sich negativ auf das Klangbild auswirken können. Oft wird das Signal "mulmig" und undifferenziert.

Mit "Phasendreher" wird das Vertauschen der Pole von Signalleitungen bezeichnet. Zum Beispiel kommt es beim Austauschen von Lautsprechern in 4x 12" Cabinets durch Laien oft häufig zu Phasendrehern, da +Pol und -Pol des neuen Speakers vertauscht wurden. Der Sound der Box ist durch diesen Fehler völlig dahin.

Phasenschaltung
Definition:

Die Phasenschaltung ist eine besonders effektive Schaltung zur Bekämpfung von Feedbacks beim Verstärken akustischer Instrumente. Sie basiert auf der akustischen Auslöschung gegenphasiger Signale auf der Bühne.

Phase Shift Schaltungen arbeiten allerdings nur dann in der gewünschten Weise, wenn die räumliche Anordnung des Instrumentes zur Wiedergabequelle (in der Regel besteht diese aus einem Akustikverstärker...) beibehalten wird. Sinnvoll ist es daher, beim Soundcheck eine feste Position auf der Bühne einzunehmen, welche dann auch beim Gig beibehalten wird. Durch Ausprobieren wird dann die Stellung des Phasenschalters ermittelt, in der potentielle Rückkopplungen (von der Wiedergabequelle auf das Instrument) optimal ausgelöscht werden.

Phaser
Definition:

Ein Phaser ist nicht etwa die Standardwaffe der Trekkies, sondern ein Modulationseffekt, der in der Musikproduktion eingesetzt wird. Er beruht auf der periodischen Veränderung einer phasenverschobenen Kopie des Originalsignals. Es bildet sich ein kammartiges Frequenzspektrum mit regelmäßigen Auslöschungen und Anhebungen diskreter Frequenzen. Diese Auslöschungen und Anhebungen werden im Takt einer niedrigen Frequenz (ca. 0,5 - 10 Hz) im Spektrum verschoben. Dadurch bildet sich der charakteristische Klangeindruck. Der Effekt wurde angeblich zufällig entdeckt, als die gleiche Aufzeichnung gleichzeitig von zwei Tonbandgeräten abgespielt wurde. Als die Wiedergabe unsynchron wurde (durch geringe Unterschiede der Bandgeschwindigkeit) stellte sich der Phaser-Effekt ein.

Der Effekt klingt ähnlich dem Flanger, der die Phasenverschiebung mit einer zeitverzögerten Kopie des Originalsignals erreicht.

Eine abgewandelte Form des Phasers ist der Step Phaser. Mit der sich dabei zufällig verändernden Abstufung der Modulation erlaubt diese Phaser-Variante besonders „psychedelische“ Klangstrukturen.

Piezo-Tonabnehmer
Definition:

Bei akustischen Musikinstrumenten werden häufig Piezo-Tonabnehmer eingesetzt, welche die Schwingung des Instruments in elektrische Wechselspannung umsetzen, die dann einem Mischpult oder Verstärker zugeführt werden kann.

Piezo-Tonabnehmer findet man häufig bei Saiteninstrumenten, vor allem bei akustischen (und einigen elektrischen) Gitarren, aber auchin  Tasteninstrumenten (E-Pianos, Hammond-Orgeln). Bei Blasinstrumenten ist es dagegen üblich, den sowieso erzeugten Luftschall über Mikrofone aufzunehmen.

Die Funktionsweise dieser Pickups basiert auf dem Prinzip der piezoelektrischen Polarisation, also dem Zusammenspiel von mechanischem Druck und elektrischer Spannung in Festkörpern - durch Verformung eines Kristalls wird eine elektrische Signalpannung erzeugt.

Piezokopplung
Definition:

Noch stärker als bei Verwendung von elekromagnetischen Pickups können mit Piezo-Tonabnehmern unerwünschte Rückkopplungen auftreten. Das betrifft nicht nur die Deckenresonnanz bei einer Gitarre, sondern auch den Tonabnehmer selbst - die Piezokopplung findet dabei in deutlich höheren Frequenzbereichen statt, als die Resonnanzfrequenz der Decke. Je nachdem, auf welche Art und Weise ein piezokeramischer Tonabnehmer am Instrument montiert ist, verändert sich dabei die für ein Feedback kritische Frequenz.

Diese Form der Rückkopplung lässt sich am effektivsten mit einem Notchfilter in den Griff bekommen. Beim Marshall AS100D Akustikverstärker z. B. gibt es daher zwei Notchfilter - einen für die Deckenresonnanz, der zweite dient der Kontrolle der Piezokopplung.

Ping-Pong
Definition:

Hierbei geht es nicht etwa um einen chinesischen Volkssport, sondern um die begehrte Variante eines Stereoeffektes, bei dem das Delay zwischen den beiden Seiten des Stereofeldes deutlich hin und her pendelt.

Piping
Definition:

Das englische Wort "piping" beschreibt die rohrförmige Kunststofflitze, welche die Schallwand verschiedenster Marshall Cabinets, Topteile und Combomodelle einfasst.

Diese hat lediglich die Funktion, die Fuge zwischen den einzelnen Holzteilen zu verschönern. Für die Farben der Pipings wird vornehmlich auf weiß bzw. gold zurückgegriffen. Anhand der Farbe des Pipings lassen sich verschiedene Modelle leichter den einzelnen Serien zuordnen, womit Marshall sicher stellen will, dass möglichst nur klanglich abgestimmte Cabinets zu den Topteilen verwendet werden.

Plate
Definition:

Die Hallplatte (engl. Plate) zählt zu den elektromechanischen Hallgeräten. Ende der 50er Jahre entstanden die ersten Hallplatten als Patent der Firma EMT. Die Hallplatte besteht aus einer großen Stahlplatte, die in einem Rahmen elastisch aufgehängt wird. Sie wird elektromagnetisch in Schwingung versetzt, ähnlich einer Lautsprechermembran. Man macht sich hierbei die Trägheit der schweren Metallplatte zunutze. Mittels mehrerer Tonabnehmer werden die mechanischen Schwingungen der Platte in elektrische umgeformt und können als Hallsignal dem Klang hinzugemischt werden. Die Nachhallzeit läßt sich durch mechanische Bedämpfung regeln.

Der mechanisch erzeugte Hall unterscheidet sich klanglich stark von seinem natürlichen Vorbild. Bis weit in die 70er Jahre hinein gehörte eine Hallplatte dennoch zur Grundausstattung jedes Tonstudios. Oft wird der eigenständige, etwas metallische Plattenklang bevorzugt - besonders perkussive Instrumente und Solostimmen profitierten von seinem ganz eigenen Charakter.

Playalong
Definition:

Mit "Playalong" (englisch für "mitspielen") sind solche Daten (Video und Audio auf auf CD´s, Videos, DVDs etc.) gemeint, die es ermöglichen, ein Instrument auf die Weise zu lernen, dass parallel gehört und gespielt wird. Optimal für Playalongs sind dabei Geräte mit einem CD-Input.

Gleichzeitig beschreibt der englische Begriff "playalong" den Lernvorgang bzw. die Lernmethode als solche...

Plexi
Definition:

Der Begriff Plexi bezeichnet nicht, wie häufig angenommen, ein bestimmtes Marshall Modell, sondern dient vielmehr als Sammelbegriff für die Vintage Modelle, die mit der typischen Plexiglasfront versehen sind.

Die ersten Elektronikchassis der Marshalls waren aus gebürstetem Aluminium gefertigt. Von 1963 und 1964 sind silberne und sogar weisse Frontplattendesigns bekannt - doch schon Ende 1964 zierten die ersten typisch "goldenen" Frontplatten die Marshall amps. Dise goldenen Fronten lagen hinter einer Plexiglasscheibe, welche ursprünglich als Oberflächenschutz gedachte war. Die Plexiglasplatte gab der folgenden Dekade von Marshall Modellen den Spitznamen "Plexi". Mitte 1969 waren gebürstete, eloxierte Aluminiumfrontplatten verfügbar - und die legendäre Plexiglasfront wurde Teil der Marshall Historie. Lediglich bei einzelnen Reissue-Modellen und in der Artist Serie tauchte die Plexiglasplatte danach sporadisch wieder auf. Heute ist die Plexiglasfront ein selbstverständlicher Bestandteil der authentischen Vintage Reissues und Handwired Marshall Modelle, welche die begehrten Klassiker der Plexi-Ära wieder aufleben lassen.

Potentiometer
Definition:

Ein Potentiometer, auch kurz als Poti bezeichnet, ist ein stetig regelbarer Spannungsteiler. Es besteht aus einem Träger, auf dem ein Widerstandsmaterial aufgebracht ist und einem beweglichen Schleifkontakt, der den Gesamtwiderstand elektrisch in zwei Teilwiderstände teilt.

Potentiometer dienen bei Verstärkern als Regler für diverse Klangeinstellungen

Potentiometer werden häufig zur Steuerung von elektrischen Geräten eingesetzt wie beispielsweise für die Lautstärkeeinstellung eines Verstärkers.

Drahtpotentiometer haben eine Wicklung aus Widerstandsdraht; bei den für Amps üblichen Schichtpotentiometern besteht das Widerstandsmaterial aus einer Kohle- oder Metallschicht oder einem leitendem Kunststoff. Es gibt Potentiometer mit linearer Widerstandskennlinie und mit logarithmischer Charakteristik. Logarithmische Potis können gerade auch bei den (oft logarithmisch abhängigen) Audiosignalen eingesetzt werden, um dem Anwender einen gleichmäßigen Regelweg zu gewährleisten.

Potentiometer gibt es als Bedienelement mit einer Welle und einem aufgesetztem Drehknopf oder als Schiebepotentiometer. Trimmpotentiometer sind nur für den Abgleich einer Schaltung gedacht und haben meist nur einen Schraubendreherschlitz. Mehrfachpotentiometer, meist in Tandemanordnung, werden beispielsweise zur Lautstärkeeinstellung der beiden Kanäle eines Stereoverstärkers eingesetzt.

Power Brake
Definition:

Ein Lastwiderstand (engl. power soak, attenuator) wird zur Leistungsreduzierung von Röhrenendstufen benutzt. Dabei läuft die Endstufe unter voller Last, so dass die Röhren auch bei kleiner Lautstärke ein sattes, warmes Übersteuerungsverhalten liefern. Im Livebetrieb kann die Lautstärke der Örtlichkeit angepasst werden und im Studio kann sogar ganz ohne hörbares Lautsprechersignal gearbeitet werden, während das authentische Ampsignal für das Mischpult zur Verfügung steht.

Bei den anspruchsvollen Power-Soaks von Marshall (Power Brake und SE100) handelt es sich keineswegs um einfache ohmsche Widerstände. Ein solcher würde zwar auch die Röhrenendstufe schützen, weil er ja die Lautsprecherbox ersetzt, aber sich klanglich nicht annähernd wie ein Lautsprecher verhalten. Beim SE100 sorgt eine aufwändiges Netzwerk von induktiven und kapazitiven Lasten für authentischen Impedanzverlauf, beim PB100 besteht die technische Lösung in einem Step-Down-Transformator, dessen Wicklung mit einer Charakteristik filtert, die der Spule eines Lautsprechers sehr nahe kommt.

Power Soak
Definition:

Ein Lastwiderstand (engl. power soak, attenuator) wird zur Leistungsreduzierung von Röhrenendstufen benutzt. Dabei läuft die Endstufe unter voller Last, so dass die Röhren auch bei kleiner Lautstärke ein sattes, warmes Übersteuerungsverhalten liefern. Im Livebetrieb kann die Lautstärke der Örtlichkeit angepasst werden und im Studio kann sogar ganz ohne hörbares Lautsprechersignal gearbeitet werden, während das authentische Ampsignal für das Mischpult zur Verfügung steht.

Bei den anspruchsvollen Power-Soaks von Marshall (Power Brake und SE100) handelt es sich keineswegs um einfache ohmsche Widerstände. Ein solcher würde zwar auch die Röhrenendstufe schützen, weil er ja die Lautsprecherbox ersetzt, aber sich klanglich nicht annähernd wie ein Lautsprecher verhalten. Beim SE100 sorgt eine aufwändiges Netzwerk von induktiven und kapazitiven Lasten für authentischen Impedanzverlauf, beim PB100 besteht die technische Lösung in einem Step-Down-Transformator, dessen Wicklung mit einer Charakteristik filtert, die der Spule eines Lautsprechers sehr nahe kommt.

Power Supply
Definition:

Das Netzteil (engl. Power Supply) dient der Spannungsversorgung eines Gerätes. Bei Verstärkern ist das Netzteil meist in das Gehäuse integriert. Einige Geräte, z.B. die Marshall „Mikroben“ können statt Batterie auch mit einem externen Steckernetzteil betrieben werden. Bei Bodeneffekten dient ein Netzteil als umweltfreundliche Alternative zu Batterien - eine Anschaffung, die sich finanziell bereits nach kurzer Zeit lohnt.

Beim Anschluß eines externen Netzteils sind einige Dinge zu beachten:

  1. Die korrekte Netzspannung muß anliegen. Auch mit Adaptern sollte ein Netzteil, das für 230V ausgelegt ist, auf keinen Fall an einer anderen Netzspannung betrieben werden.
  2. Ein Netzteil muss ausreichend dimensioniert sein, also für die angeschlossenen Verbraucher genügend Stromstärke bereitstellen. Auf Netzteilen wird daher die Stromaufnahme (in Ampere oder Milliampere) oder die zulässige Maximalleistung der angeschlossenen Geräte angegeben. Reicht die verfügbare Stromstärke nicht aus, funktionieren die angeschlossenen Geräte nicht richtig, schlimmstenfalls wird das Netzteil dadurch beschädigt.
  3. Kommt es zu Brummgeräuschen, gilt es zu überprüfen, ob es sich um ein stabilisiertes Netzteil handelt. Nur ein stabilisiertes Netzteil kann eine glatte, störsignalfreie Spannung bereitstellen.

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