Lexikon

Valvelights
Definition:

Für standesgemäße Bühnenoptik sorgen die im Inneren eines Topteils angebrachten "Valvelights", deren Schimmern z. B. bei den Heads der Marshall MA-Serie keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass es sich dabei um reinrassige Röhrenverstärker handelt. Ganz nebenbei reicht ihr rückwärtiger Lichtschein in den meisten Fällen auch dafür aus, im Livebetrieb einen besseren Überblick zu den Anschlüssen des Gerätes zu gewährleisten.

Valvestate
Definition:

In der Valvestate-Technologie werden die Vorteile von Röhrentechnik und Halbleitertechnik verbunden. Das englische Wort „valve“ steht für „Röhre“ und damit für Dynamik, Soundcharakter und Druck. Der zweite Wortteil „state“ ist aus dem englischen Begriff „solid state“ abgeleitet, steht für Halbleitertechnik und damit für besonders hohe Roadtauglichkeit, Verschleißfreiheit, geringeres Gewicht und preiswerte Herstellung.

Die ersten Hybridverstärker gab es von Marshall bereits 1971 in der Artist-Serie. Damals wurden Transistorvorstufen mit Röhrenendstufen kombiniert. Die meisten Hybridamps der heutigen Tage setzen dagegen die Röhrentechnik in der Vorstufe und Halbleiter in der Endstufe ein, z.B. bei Marshall in der Valvestate- oder AVT-Serie.

verzapft
Definition:

Unter einer verzapften Verbindung (englisch: „finger-joint“ oder „corner-lock“) versteht man eine traditionelle Schreinertechnik aus dem Blockhausbau für das Zusammenfügen verschiedener Holzteile. Dabei werden die Hölzer ineinander gesteckt.

Dieser umgangssprachlich gebrauchte Ausdruck wird im Boxenbau häufig falsch benutzt, der korrekte Begriff für die hier eingesetzte Holzverbindung ist „Verzinkung“, die eine extrem stabile Verbindung von Gehäuseecken ermöglicht. Das Verzinken ergibt maximalen mechanischen Halt und bietet außerdem eine vergrößerte Fläche bei der Verleimung. Die „falsche“ Benutzung dieses Begriffes im Verstärkerbau resultiert vermutlich daraus, dass die Elektronikchassis der meisten Verstärker galvanisch verzinkt werden, so dass es leicht zu Begriffverwechselungen kommen könnte.

Verzerrung
Definition:

Marshall gilt als der erste Hersteller, der die Verzerrung (engl: „distortion“) bewusst für die Soundgestaltung einsetzte.

Der englische Begriff „Overdrive“ steht für angezerrte und verzerrte Sounds. Sie werden manchmal auch als „Leadsounds“ bezeichnet, da sie im klassischen Rock‘n‘Roll fast ausschließlich für die Leadgitarre, also Soloparts, eingesetzt wurden. Für besonders stark verzerrte Klänge (bei Marshall oft mit „Overdrive 2“ bezeichnet) hat sich der Begriff „Lead“ etabliert. Einige Marshall-Modelle verfügen explizit über einen Leadkanal.

Die typischen Overdrive-Sounds wurden durch Übersteuerung von Röhren erreicht, indem etwa die Eingangsröhren ein sehr starkes Signal von der Gitarre, z.B. mittels Booster, bekommen. Solche Sounds sind heute auch mit anderen Technologien (Transistoren, Digitaltechnik) recht authentisch reproduzierbar.

Bei Marshall wird für die Kanalbezeichnung der verzerrten Kanäle der Begriff Overdrive (OD) bevorzugt, da dieser neutraler ist als „Lead“ oder „Crunch“. Dabei steht „OD1“ meist für den Kanal mit weniger Gain (Crunch) und „OD2“ für den Kanal mit mehr Gain (Lead).
Verzerrung ist nicht gleich Verzerrung - der Charakter der Übersteuerung spielt eine entscheidende Rolle für das Soundgefüge! Bei Marshall gleicht die Art der Verzerrung eher einer Klangkomposition: Welche Frequenzbereiche bei welcher Anschlagsstärke wie stark übersteuert werden, die Auswirkungen auf die Kompression und das Obertonverhalten, die Betonung einzelner Peaks und viele weitere Faktoren gehen in das Sounddesign mit ein. Die genauen Zutaten des Marshall-Sounds werden deshalb fast so streng gehütet wie das berühmte „Coca Cola“-Rezept.

verzinkt
Definition:

Unter einer verzapften Verbindung (englisch: „finger-joint“ oder „corner-lock“) versteht man eine traditionelle Schreinertechnik aus dem Blockhausbau für das Zusammenfügen verschiedener Holzteile. Dabei werden die Hölzer ineinander gesteckt.

Dieser umgangssprachlich gebrauchte Ausdruck wird im Boxenbau häufig falsch benutzt, der korrekte Begriff für die hier eingesetzte Holzverbindung ist „Verzinkung“, die eine extrem stabile Verbindung von Gehäuseecken ermöglicht. Das Verzinken ergibt maximalen mechanischen Halt und bietet außerdem eine vergrößerte Fläche bei der Verleimung. Die „falsche“ Benutzung dieses Begriffes im Verstärkerbau resultiert vermutlich daraus, dass die Elektronikchassis der meisten Verstärker galvanisch verzinkt werden, so dass es leicht zu Begriffverwechselungen kommen könnte.

Vibe
Definition:

Der Begriff Vibrato entstammt der italienischen Spielanweisung aus der Klassik zum "Vibrieren" der Tonhöhe. Beim Vibrato wird die Tonhöhe um den gespielten Ton herum rhytmisch moduliert, wobei der Signalpegel davon unberührt bleibt - im Gegensatz zum Tremolo, mit dem gerade Gitarristen den Effekt oft verwechseln - weshalb sich für die entsprechende Gitarrenhardware auch der Begriff Tremolo einbürgern konnte, obwohl auch hier nur die Tonhöhe moduliert wird.

Als spezieller Effekt wird das Vibrato durch eine niederfrequente Modulation von Oszillatoren herbeigeführt.

Vintage
Definition:

Das englische Wort für "Weinlese" wird für die legendären Originale der Verstärkergeschichte gebraucht. Ein Musterbeispiel dafür sind die historischen Marshalls, wie z. B. das "1959" Jimi Hendrix Topteil, der erste Marshall "JTM45" ("2245") und der Liebling der JCM800 Fans "2203" sowie der "1962" Bluesbreaker Combo.

Dabei geht bei den heutigen Marshall Vintage-Serien der Anspruch an die jeweiligen Modelle über die optische Erscheinung weit hinaus. Ziel ist es hier vor allem, den Klang der Originale so weit wie möglich nachzuempfinden. Bei einigen Geräten geht die Orientierung am Vorbild so weit, dass diese sogar handverdrahtet (engl.: handwired ) und ohne maschinelle Hilfe gefertigt (engl.: handcrafted ) werden. Maschineller Einsatz kommt hier lediglich in der Halbzeugfertigung (Zuschneiden des Holzes für das Gehäuse) in Frage.

Virtual Power Reduction
Definition:

Marshalls einziartige Virtual Power Reduction dient der Leistungsreduzierung einer Röhren-Endstufe. Die Schaltung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sämtliche Röhrenstufen im Signalweg bleiben (im Gegensatz zu Halfpower oder Pentode / Triode Umschaltung...), wodurch auch bei kleineren Lautstärken ein Maximum an Röhrencharakter erhalten bleibt.

Diese Tool ist vor allem für leistungsstarke Vollröhrenamps sinnvoll, die auch einmal leiser betrieben werden sollen, z. B. im Studio- und Recordingeinsatz oder auch beim Einsatz auf kleinen Bühnen.

Voicing
Definition:

Der englische Begriff „Voicing“ wird im Zusammenhang mit Verstärkern nicht etwa für die verschiedenen harmonischen Umsetzungen von Akkkorden benutzt, sondern im Sinne von „Abstimmung“, also verschiedenen umschaltbaren Klangcharakteren.

Solche Voicings werden vornehmlich durch spezielle Vor- oder Nachfilterschaltungen erzeugt, zwischen denen der User entsprechend auswählen kann. Ziel ist es dabei, für verschiedenste Stilistiken die treffenden Sounds bereitzustellen.

Einige Bassverstärker von Marshall sind mit einer Voicing-Regelung ausgestattet, die eine weiterentwickelte Mittenregelung darstellt. Diese Regelung wird dabei teilweise durch einen Voice Shift-Schalter ergänzt, der mehrere Centerfrequenzen für den Voicing-Regler anbietet und so die Vielfalt an Grundsounds erhöht. Grundsätzlich stellt eine solche Anordnung einen semiparametrischen Equalizer mit mehreren festen Centerfrequenzen dar, bei dem die optimale Bandbreite für jede Reglerposition gewährleistet ist. Die Vorteile eines solchen EQs liegen in den vielfältigen Grundsounds bei einfacher Bedienung.

Voicing-Regelung
Definition:

Der englische Begriff „Voicing“ wird im Zusammenhang mit Verstärkern nicht etwa für die verschiedenen harmonischen Umsetzungen von Akkkorden benutzt, sondern im Sinne von „Abstimmung“, also verschiedenen umschaltbaren Klangcharakteren.

Solche Voicings werden vornehmlich durch spezielle Vor- oder Nachfilterschaltungen erzeugt, zwischen denen der User entsprechend auswählen kann. Ziel ist es dabei, für verschiedenste Stilistiken die treffenden Sounds bereitzustellen.

Einige Bassverstärker von Marshall sind mit einer Voicing-Regelung ausgestattet, die eine weiterentwickelte Mittenregelung darstellt. Diese Regelung wird dabei teilweise durch einen Voice Shift-Schalter ergänzt, der mehrere Centerfrequenzen für den Voicing-Regler anbietet und so die Vielfalt an Grundsounds erhöht. Grundsätzlich stellt eine solche Anordnung einen semiparametrischen Equalizer mit mehreren festen Centerfrequenzen dar, bei dem die optimale Bandbreite für jede Reglerposition gewährleistet ist. Die Vorteile eines solchen EQs liegen in den vielfältigen Grundsounds bei einfacher Bedienung.

Volumenpedal
Definition:

Mit einem Expression Pedal können einzelne Parameter an Effektgeräten verändert werden.

Beim Marshall RF-1 etwa kann die Hallzeit damit verändert werden, beim RG-1 die Verzögerungszeit der Modulation.

Für Expression- und Volumenpedale sollte eine möglichst robuste Variante gewählt werden, da diese besonders hoher mechanischer Beanspruchung ausgesetzt sind.

Volumenpedale (Widerstand zwischen 250 und 500 kOhm) können hinter die Gitarre direkt vor einen Verstärker geschaltet werden, wobei sie den Signalpegel begrenzen und damit auch den Verzerrungsgrad beeinflussen. Werden sie dagegen im Effektweg betrieben, beeinflußen sie lediglich die Lautstärke und das Endstufenclipping. Bei parallelen Effektwegen wird nur die Lautstärke für den Originalanteil des Signals beeinflußt.

Achtung: einige Expressionpedale sind für den Betrieb an Keyboards vorgesehen, ihr ohmscher Widerstand liegt dann meist bei etwa 25 kOhm.

Vorstufenpresence
Definition:

Die Presence-Regelung stellt ein zentrales Soundwerkzeug dar, weil sie nuanciert in den tieferen und oberen Mitten sowie in den Höhen in den Klangcharakter des Amps eingreift. Im Gegensatz zu den Klangreglern der Vorstufe wirkt Presence jedoch auf die sogenannte Gegenkopplung in der Endstufe und bietet ein völlig eigenständiges Soundspektrum (Endstufenpresence).

Der Presenceregler erweitert die übliche 3-Band-Klangreglung (Bässe, Mitten, Höhen) um eine feine, zusätzliche Abstimmung des Verstärkersounds im Obertonspektrum.

Bei Verstärkern ohne Röhrenendstufe wird gerne eine „Vorstufenpresence“ eingesetzt, die einen ähnlichen Effekt in der Vorstufe simuliert. Diese arbeitet unabhängig von der Gegenkopplung der Endstufe, lässt die Ansprache beim Anschlag der Saiten nahezu unverändert und ist daher auch weniger dynamisch.

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