Lexikon

Effektweg
Definition:

Ein Effektweg dient dem Anschluss von Effektgeräten, die im Signalweg hinter der Vorstufe, also der verzerrenden Verstärkerstufe, betrieben werden. Man unterscheidet:

serieller Effektweg/serial FX-Loop

Das Signal der Vorstufe wird aus der Send-Buchse über das Effektgerät an die Return-Buchse zurückgeführt. Dabei wird das gesamte Gitarrensignal durch das Effektgerät geschickt und dabei verändert. Umgangssprachlich spricht man hierbei vom „Einschleifen“.

paralleler Effektweg/parallel FX-Loop

Bei dieser Art von Effektweg wird das Originalsignal mit dem Effektsignal gemischt. Der Vorteil dabei ist, dass die minimalen Aussetzer beim Umschalten des Effektgerätes durch das Originalsignal überbrückt werden, dieses läuft weiter ungehindert durch. Zudem verfälschen die meisten Effektgeräte den Grundsound eines Amps – dieses Phänomen wird bei einem parallelen Effektweg minimiert. Wird der Effektanteil auf das Maximum eingestellt, verhält sich ein paralleler Effektweg genau wie ein serieller Effektweg. Das Effektsignal wird dann nicht mit dem Originalsignal gemischt wird, es können auch keine Phasenauslöschungen den Sound verfälschen. Manche Effektwege begrenzen das Zumischen des Effektanteils, womit sichergestellt wird, dass immer das Originalsignal vorhanden ist (z.B. 50% Effektsignal und 50% Originalsignal bei voll aufgedrehtem FX-Mix-Regler). In solchen Effektwegen muß natürlich auf eine lineare Phasenlage des Effektgerätes geachtet werden.

Unabhängig von der Art des Effektweges sind Effektgeräte zu bevorzugen, die die Phasenlage nicht oder nur marginal verändern. Am besten unterzieht man Effektgeräte einem intensiven Praxistest am eigenen Verstärker, um deren Tauglichkeit für die eigenen Soundvorstellungen zu überprüfen.

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