Lexikon

finger-joint
Definition:

Unter einer verzapften Verbindung (englisch: „finger-joint“ oder „corner-lock“) versteht man eine traditionelle Schreinertechnik aus dem Blockhausbau für das Zusammenfügen verschiedener Holzteile. Dabei werden die Hölzer ineinander gesteckt.

Dieser umgangssprachlich gebrauchte Ausdruck wird im Boxenbau häufig falsch benutzt, der korrekte Begriff für die hier eingesetzte Holzverbindung ist „Verzinkung“, die eine extrem stabile Verbindung von Gehäuseecken ermöglicht. Das Verzinken ergibt maximalen mechanischen Halt und bietet außerdem eine vergrößerte Fläche bei der Verleimung. Die „falsche“ Benutzung dieses Begriffes im Verstärkerbau resultiert vermutlich daraus, dass die Elektronikchassis der meisten Verstärker galvanisch verzinkt werden, so dass es leicht zu Begriffverwechselungen kommen könnte.

Flanger
Definition:

Ein Effekt, der dem Chorus entlehnt ist und dem Klang eines Düsenjets ähnelt. Der Flanger besteht aus einem Chorus, in dem eine sogenannte „Feedback-Schleife“ integriert ist. Diese führt das Ausgangssignal der Verzögerungsstufe wieder an deren Eingang zurück. Die Verzögerungszeiten liegen beim Flanger typischerweise zwischen 1 ms und 5 ms.

Flangersounds werden gern für dicht gespielte Akkorde und verzerrte „Flächensounds“, Powerchords u.ä. eingesetzt.

FOH
Definition:

Das Kürzel FOH steht für Front of House. Darunter versteht man im Livebetrieb den Platz der Regie. Gemeint ist also der Platz, an dem die Licht- und Tonpulte stehen.

Footswitch
Definition:

„Footswitch“ ist das englische Wort für Fußschalter. Solche werden bei Gitarrenverstärkern vor allem zur Kanalumschaltung sowie zum Aktivieren einzelner Effekte und Funktionen (z.B. Reverb) verwendet.

Auf einem Stageboard sind verschiedene Fußschalter und Taster zusammengefasst. Der „Footswitch“ kann auch für solch eine Anordnung stehen.

Frequency Dependant Damping
Definition:

FDD bezeichnet die einzigartige Endstufenschaltung von Marshall, die in Halbleitertechnik das Klangverhalten und den Druck einer Röhrenendstufe simuliert. Sie sorgt nicht nur für eine „weiche“ Lautsprecherkopplung, wie man es von herkömmlichen Hybridverstärkern kennt, sondern die „Dämpfung“ der Endstufe ist zudem noch frequenzabhängig, sie verändert sich also abhängig von der gespielten Note und ihrem Obertoncharakter.

Der Sound ist von dem einer Vollröhrenendstufe per Gehör nicht mehr zu unterscheiden.

Fullsize
Definition:

Das englisch Wort für „Originalgröße“ bzw. „lebensgroß“ steht für die typischen Ausmaße der Marshall-Cabinets (B x H x T: 76 x 76 x 36 cm), die sich nach der Erfindung der Stacks durch Jim Marshall und Pete Townshend allmählich zum internationalen Standard entwickelten. Zu den Fullsize-Cabinets zählen auch die „Tall“-Varianten einiger Boxenmodelle, deren Holzgehäuse etwa 2 Zoll höher sind.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass die Cabinets durch montierte Rollen und Standfüsse noch höher ausfallen, so dass die genauen Maße beim Casebau immer noch einmal überprüft werden sollten.

Fullstack
Definition:

Das erste Stack (stack = engl. für Stapel) stammt bereits aus dem Jahr 1965!

Pete Townshend, Gitarrist der legendäre Rockband „The Who“ bekam mit dem JTM45/100 den ersten 100 Watt-Amp, den Marshall im November jenes Jahres entwickelt hatte. Zur damaligen Zeit waren Lautsprecher nur mit vergleichsweise kleiner Leistung belastbar waren, es mußten mehrere Speaker zusammengeschaltet werden, um dieser Belastung Stand zu halten. Für Pete Townshend wurden daher wunschgemäß 8x12“-Cabinets gebaut. Diese erwiesen sich als dermaßen unhandlich, dass Petes Roadies schließlich meuterten. Pete tauschte sie gegen jeweils zwei 4x12“-Cabinets aus, die übereinander gestellt wurden. Das war die Geburtsstunde des Marshall-Stacks, das heute von den Bühnen dieser Welt nicht mehr wegzudenken ist!

Schon bald schrägte Jim Marshall die 4x12“-Boxen leicht ab, damit sich ein weiterer Abstrahlwinkel ergab. Die abgeschrägten Boxen stehen bei einem Stack auf dem geraden Cabinet.

Dabei bezeichnet man zwei Boxen mit einem Topteil als „Fullstack“, ein Topteil mit einem einzelnen Cabinet als „Halfstack“.

Halfstacks können sowohl mit abgeschrägten Boxen für weiteren Abstrahlwinkel (auf der Bühne) als auch mit geraden Boxen für mehr Volumen (im Studio) aufgebaut werden.

FX
Definition:

„FX“ ist eine gängige Abkürzung für das englische Wort „effects“ (Effekte). Mit „DFX“ sind Digitaleffekte gemeint.

Einige gängige Effekttypen sind Reverb, Chorus, Delay, Flanger, Phaser, Kompressor, Wahwah. Diese grundlegenden Effekttypen gibt es in zahlreichen Abwandlungen, teilweise auch in stereo ausgeführt.

Komprimierende Effekte werden meist vor den Verstärker geschaltet, modulierende und zeitverzögernde Effekte werden vorzugsweise im Effektweg des Amps betrieben. Viele Verstärker sind heute bereits mit einer eigenen Effektsektion ausgestattet.

Ein wichtiger Grundsatz bei der Verwendung von Effektgeräten: Qualität schlägt Quantität! Es besteht die Tendenz, dass man sich an ihnen „überhören“ kann, gerade bei extremen Einstellungen und starken Klangveränderungen. Gitarreneffekte guter Qualität zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch bei häufigem Einsatz noch Spaß machen und für das Ohr frisch klingen. Der saubere Frequenzgang eines einzelnen Effekts über die gesamte Bandbreite ist mehr wert als jeder zusätzliche Effekt.

FX-Level
Definition:

Sobald ein Effektgerät am Effektweg angeschlossen ist, bestimmt dieser Regler den Effektanteil für den Amp - beim Aufdrehen im Uhrzeigersinn wird dabei der Effektanteil erhöht - von ganz trocken "dry"(0) bis zum vollen Effektanteil "wet" (10). Bitte beachte, daß der Effektanteil an Deinem externen Effektgerät am besten auf sein Maximum ("wet") eingestellt wird.

Sind die Effekte digital ausgelegt, so wird der Regler bei einigen Verstärkern als "DFX-Mix" bezeichnet.

FX-Loop
Definition:

Ein Effektweg dient dem Anschluss von Effektgeräten, die im Signalweg hinter der Vorstufe, also der verzerrenden Verstärkerstufe, betrieben werden. Man unterscheidet:

serieller Effektweg/serial FX-Loop

Das Signal der Vorstufe wird aus der Send-Buchse über das Effektgerät an die Return-Buchse zurückgeführt. Dabei wird das gesamte Gitarrensignal durch das Effektgerät geschickt und dabei verändert. Umgangssprachlich spricht man hierbei vom „Einschleifen“.

paralleler Effektweg/parallel FX-Loop

Bei dieser Art von Effektweg wird das Originalsignal mit dem Effektsignal gemischt. Der Vorteil dabei ist, dass die minimalen Aussetzer beim Umschalten des Effektgerätes durch das Originalsignal überbrückt werden, dieses läuft weiter ungehindert durch. Zudem verfälschen die meisten Effektgeräte den Grundsound eines Amps – dieses Phänomen wird bei einem parallelen Effektweg minimiert. Wird der Effektanteil auf das Maximum eingestellt, verhält sich ein paralleler Effektweg genau wie ein serieller Effektweg. Das Effektsignal wird dann nicht mit dem Originalsignal gemischt wird, es können auch keine Phasenauslöschungen den Sound verfälschen. Manche Effektwege begrenzen das Zumischen des Effektanteils, womit sichergestellt wird, dass immer das Originalsignal vorhanden ist (z.B. 50% Effektsignal und 50% Originalsignal bei voll aufgedrehtem FX-Mix-Regler). In solchen Effektwegen muß natürlich auf eine lineare Phasenlage des Effektgerätes geachtet werden.

Unabhängig von der Art des Effektweges sind Effektgeräte zu bevorzugen, die die Phasenlage nicht oder nur marginal verändern. Am besten unterzieht man Effektgeräte einem intensiven Praxistest am eigenen Verstärker, um deren Tauglichkeit für die eigenen Soundvorstellungen zu überprüfen.

FX-Mix
Definition:

Der Regler „FX-Mix“ bestimmt den Effektanteil im Einschleifweg des Amps. Beim Aufdrehen im Uhrzeigersinn wird der Effektanteil erhöht, von „dry“ (kein Effektanteil) bis „wet“ (voller Effektanteil). Am besten ist es, den Effektanteil am externen Effektgerät auf das Maximum („wet“) einzustellen und den eigentlichen Effektanteil über „FX-Mix“ am Amp individuell zu regeln.

Sind die Effekte digital ausgelegt, wird der Regler oftmals als „DFX-Mix“ bezeichnet.

Gain
Definition:

Gain beschreibt den Verstärkungsfaktor und damit den Verzerrungsrad eines Verstärkers. Physikalisch betrachtet regelt man hier die Amplitude des anliegenden Pegels.

Der Gain-Regler verändert gleichzeitig den Klang und die Lautstärke des Sounds. Bei höherem Gain wird je nach Verstärkerdesign in den nachfolgenden Bereichen der Schaltung eine Übersteuerung (Verzerrung) erzeugt.

In Verbindung mit einem Volumen- oder Master-Regler kann die Lautstärke den veränderten Gaineinstellungen angepasst werden.

Gainpotential
Definition:

Mit Gainpotential wird die maximal mögliche Verzerrung bezeichnet, die mit einem Verstärker oder einem Kanal eines Verstärkers erreicht werden kann.

Ein höheres Gainpotential führt zwangsläufig auch zu einem höheren Rauschpegel. Wichtig ist dabei der sogenannte Signalrauschabstand, also der Lautstärkeunterschied zwischen dem eigentlichen Signal und dem Rauschen.

Ist ein Signal zu verrauscht, kann es sinnvoll sein, das Gain zurückzunehmen oder einen Sound mit kleinerem Gainpotential zu wählen.

Gainstufe
Definition:

Ein Instrumentalverstärker besteht nicht nur aus einer einzigen Verstärkungsstufe, sondern aus einer Vielzahl solcher Stufen, also einer Eingangsstufe, mehreren Aufholverstärkern, Treiberstufen etc.

Als Hauptgainstufe wird dabei diejenige Verstärkungsstufe bezeichnet, die den größten Verstärkungsfaktor hat. Damit hat diese Stufe einen extrem großen Einfluß auf den Grundsound des Verstärkers und sein Gainpotential.

Garantie
Definition:

Eine Garantie ist die Zusicherung eines bestimmten Handelns in einem bestimmten Fall.

Im Handel ist die Garantie eine zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden. Häufig wird sie jedoch mit dieser verwechselt. Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist folgender:

Eine Garantie sichert eine unbedingte Schadensersatzleistung zu (engl. guarantee). Die Gewährleistung (engl. warranty) oder Mängelhaftung bestimmt Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zustehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat.

Der Teufel steckt im Detail, denn der übliche Sprachgebrauch vermischt beide Begriffe! Im juristischen Sinn definiert eine Garantie die harte und über den Vertrag hinaus reichende Verpflichtung eines Garanten, während die Gewährleistung aus den vertraglich vereinbarten Leistungen abzuleiten ist.

Für alle Marshall-Artikel gelten selbstverständlich die aktuellen gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.

Dennoch möchten wir einige Tipps für den Servicefall geben:

  • Falls Gewährleistung in Anspruch genommen werden soll: Niemals selbst Geräte öffnen, Reparaturversuche starten oder reparieren lassen, ohne dies mit dem Händler zu klären, der das Gerät verkauft hat! Denn in der Regel verfallen dadurch jegliche Gewährleistungsansprüche.
  • Serviceleistungen sollten bei Inanspruchnahme von Gewährleistung immer bei dem Händler eingefordert werden, bei dem die Ware gekauft wurde. Eine Garantieleistung bei einem Händler zu erbitten, der an der Ware kein Geld verdient hat, ist keine gute Idee!
  • Mängel sollten umgehend gemeldet werden, sobald sie festgestellt werden, denn bereits 6 Monate nach Kauf der Ware muß nach aktueller Gesetzeslage der Käufer dem Händler beweisen, dass ein Mangel an der Ware schon bei der Übergabe der Ware vorlag.
  • Ist es fraglich, ob wirklich ein Gewährleistungsfall vorliegt (z.B. wegen eines bereits bekannten Bedienfehlers), sollte dieser Zweifel offen angesprochen werden. Gemeinsam mit dem Händler lässt sich vielleicht eine Kulanzlösung erreichen. Beim Vertuschen solcher Bedienfehler ist eine Konfrontation mit dem Händler vorprogrammiert. Ein guter Techniker kann die wahre Fehlerursache ganz einfach bei der Reparatur erkennen.
  • Wenn ein Verschleißschaden eindeutig auszuschließen ist, kann es selbst nach der Gewährleistungszeit noch sinnvoll sein, den Händler nach Kulanzregelungen zu fragen, denn manchmal kann der Händler auf Kulanzleistungen des Herstellers oder Distributoren zurückgreifen.
  • Ausführliche Fehlerbeschreibung in schriftlicher Form verkürzen eventuelle Reparaturen und Mängelbeseitigung, sie machen die Kommunikation einfacher und später noch nachvollziehbar.
  • Beim Versand von Geräten ist eine sorgfältige Verpackung unerlässlich.
  • Führe die die Diskussion mit dem Händler mit klarem Kopf und möglichst sachlich. Eine solche Situation ist selbstverständlich für alle Beteiligten unangenehm. Bei all zu zu emotionalen Auseinandersetzungen wird sich ein Händler nur noch schwerlich für Kulanzlösungen einsetzen.

 

 

Gate
Definition:

Der Begriff Gate ist eine Kurzform für Noise Gate, ein elektronisches Gerät, das den Signalpfad stummschaltet, sobald der Eingangspegel unter einen bestimmten Schwellwert fällt. Gates werden benutzt, um Spielpausen im Nutzsignal (z.B. zwischen mehreren Gesangsphrasen oder einzelnen Trommelschlägen) zu erhalten und Störsignale auszublenden.

Gegenkopplung
Definition:

Der Begriff Dämpfung wird in der Endstufentechnik benutzt, um die Wechselwirkung zwischen Endstufe und Lautsprechern zu beschreiben.

Bei der negativen Rückkopplung (auch Gegenkopplung oder negative Feedback-Schleife genannt) handelt es sich um einen Regelkreis mit selbstminderndem Effekt. In Verstärkern wird mit großer Gegenkopplung eine Linearisierung der Transistor- oder Röhren-Kennlinie erreicht, woraus verringerte Signalverzerrungen resultieren. Die starke Dämpfung hat aber auch zur Folge, dass der Lautsprecher in hohem Maße dem Signalverlauf der Endstufe folgt - ein Anspruch, der an PA-Systeme und HiFi- Anlagen gestellt wird.

Wenn hingegen ein größeres Maß an Endstufenverzerrung gewünscht ist, kann die Gegenkopplung kleiner ausgelegt werden. Der Klang wird dadurch weicher und etwas weniger straff. Eine solche weiche Dämpfung, wie sie fast alle klassischen Röhrenverstärker aufweisen, ermöglicht ein freieres Durchschwingen der Speaker, und ist besonders für Vintage-Sounds typisch.

Marshalls FDD-Technik ahmt die Effekte in der Gegenkopplung von Röhrenverstärkern vortrefflich nach, mittels dieser einzigartigen Schaltung wird die Dämpfung der Endstufe frequenzabhängig verändert.

Gewährleistung
Definition:

Eine Garantie ist die Zusicherung eines bestimmten Handelns in einem bestimmten Fall.

Im Handel ist die Garantie eine zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden. Häufig wird sie jedoch mit dieser verwechselt. Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist folgender:

Eine Garantie sichert eine unbedingte Schadensersatzleistung zu (engl. guarantee). Die Gewährleistung (engl. warranty) oder Mängelhaftung bestimmt Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zustehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat.

Der Teufel steckt im Detail, denn der übliche Sprachgebrauch vermischt beide Begriffe! Im juristischen Sinn definiert eine Garantie die harte und über den Vertrag hinaus reichende Verpflichtung eines Garanten, während die Gewährleistung aus den vertraglich vereinbarten Leistungen abzuleiten ist.

Für alle Marshall-Artikel gelten selbstverständlich die aktuellen gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.

Dennoch möchten wir einige Tipps für den Servicefall geben:

  • Falls Gewährleistung in Anspruch genommen werden soll: Niemals selbst Geräte öffnen, Reparaturversuche starten oder reparieren lassen, ohne dies mit dem Händler zu klären, der das Gerät verkauft hat! Denn in der Regel verfallen dadurch jegliche Gewährleistungsansprüche.
  • Serviceleistungen sollten bei Inanspruchnahme von Gewährleistung immer bei dem Händler eingefordert werden, bei dem die Ware gekauft wurde. Eine Garantieleistung bei einem Händler zu erbitten, der an der Ware kein Geld verdient hat, ist keine gute Idee!
  • Mängel sollten umgehend gemeldet werden, sobald sie festgestellt werden, denn bereits 6 Monate nach Kauf der Ware muß nach aktueller Gesetzeslage der Käufer dem Händler beweisen, dass ein Mangel an der Ware schon bei der Übergabe der Ware vorlag.
  • Ist es fraglich, ob wirklich ein Gewährleistungsfall vorliegt (z.B. wegen eines bereits bekannten Bedienfehlers), sollte dieser Zweifel offen angesprochen werden. Gemeinsam mit dem Händler lässt sich vielleicht eine Kulanzlösung erreichen. Beim Vertuschen solcher Bedienfehler ist eine Konfrontation mit dem Händler vorprogrammiert. Ein guter Techniker kann die wahre Fehlerursache ganz einfach bei der Reparatur erkennen.
  • Wenn ein Verschleißschaden eindeutig auszuschließen ist, kann es selbst nach der Gewährleistungszeit noch sinnvoll sein, den Händler nach Kulanzregelungen zu fragen, denn manchmal kann der Händler auf Kulanzleistungen des Herstellers oder Distributoren zurückgreifen.
  • Ausführliche Fehlerbeschreibung in schriftlicher Form verkürzen eventuelle Reparaturen und Mängelbeseitigung, sie machen die Kommunikation einfacher und später noch nachvollziehbar.
  • Beim Versand von Geräten ist eine sorgfältige Verpackung unerlässlich.
  • Führe die die Diskussion mit dem Händler mit klarem Kopf und möglichst sachlich. Eine solche Situation ist selbstverständlich für alle Beteiligten unangenehm. Bei all zu zu emotionalen Auseinandersetzungen wird sich ein Händler nur noch schwerlich für Kulanzlösungen einsetzen.

 

 

Greenback
Definition:

Für den ersten Celestion-Speaker, der mit einem Keramikmagneten ausgeführt war, wird aufgrund der grünen Abdeckkappe seines Magneten häufig der Begriff „Greenback“ eingesetzt. Allerdings gab es die Abdeckkappen im Laufe der Jahre auch in anderen Farben, wobei die eigentlichen Spezifikationen dieser Speaker identisch waren.

Die Greenbacks sind für ihren perkussiven, knackigen Charakter bekannt und eignen sich hervorragend sowohl für ultracleane, als auch für verzerrte Sounds. Besonders bei vintage-orientierten Blues- und Rockgitarristen ist ihr süsslich-fetter Tone mit feinzeichnenden Höhen beliebt.

Gerade an ihrer Belastbarkeitsgrenze klingen Greenbacks sehr voll, sie sind jedoch nur mit maximal mit 25 Watt belastbar und bieten einen vergleichsweise geringen Wirkungsgrad (also weniger Schalldruck bei gleicher Verstärkerleistung). Es ist also Vorsicht und genaues Hinhören geboten, wenn 4x12er mit Greenbacks an Topteilen mit 100 Watt betrieben werden!

Der Klassiker von Celestion wird heute unter der Bezeichnung „G12M25“ in der „Classic Serie“ angeboten, der „G12M“ aus der „Heritage „Serie“ stellt eine ursprünglichere Greenback-Variante dar, die sich durch noch weniger Mitten auszeichnet. Auch der berühmte „Heritage G12H30“ hat eine grüne Abdeckkappe, er wird von Marshall in den 1960AHW- und 1960BHW-Cabinets eingesetzt.

Grundsound
Definition:

Jeder Verstärker besitzt einen eigenen Klangcharakter, der nur eingeschränkt verändert werden kann (z.B. mit der Klangregelung oder einem externen Equalizer). Durch Bauteile und ihre Anordnung in der Schaltung des Amps ist ein bestimmter Sound vorgegeben. Dieser Soundcharakter wird in der Regel als Grundsound bezeichnet. Besonders Röhrenverstärker sind für einen starken Wiedererkennungswert in ihrem Klang bekannt, denn der Grundsound ist hier von einer eigenen Dynamik und Charakterstärke geprägt. Moderne Marshalls bieten meist mehrere Grundsounds in einem Gerät an. Bei der JVM-Serie können mittels Relaissteuerung zwölf verschiedene Grundsoundmodes angewählt werden. Professionelle Entwickler von Verstärkern versuchen heutzutage mit Hilfe der Digitaltechnik den Klangeigenschaften der Röhrenamps nahezukommen.

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